Die Maria Magdalena Kirche Breddin

Einschiffiger, ursprünglich rechteckiger Feldsteinbau mit Westquerturm in Schiffsbreite, Altarweihe urkundlich 1273. 1847 kreuzförmige romanisierende Erweiterung nach Osten zur Halbkreisapsis aus Feldstein mit Backsteinkanten, Vergrößerung der Schiffsfenster mit Korbbogen und Schallöffnungen im wahrscheinlich romanischen Turmoberteil. - Innenausstattung aus der Umbauzeit (um 1847), nach 1963 restauriert. Altargemälde: Christus in Gethsemane (Kopie nach einem italienischen Meister).

Text und Foto: © Lukas Verlag

Für die Dauerausstellung 2020 in der Kirche wurde tief in historischen Dokumenten gewühlt. Dabei kam zutage, dass die Kirche in früherer Zeit als Maria Magdalena Kirche geweiht wurde. Dem Antrag auf Umbenennung wurde stattgegeben, und so heißt die Kirche seit kurzem offiziell "Maria Magdalena Kirche Breddin".

Kirchengeschichte

Seit 1273 Pfarrort, 1562 Mutterkirche/Inspektion Havelberg-Dom, seit 1868 Superintendentur Havelberg, seit 1878 Kirchenkreis Havelberg-Wilsnack, seit 1997 Kirchenkreis Kyritz-Wusterhausen. Seit 2016 Kirchenkreis Prignitz. Von 1646 bis jetzt (2004) umfasst die Pfarrerliste lückenlos 18 Namen. Das Patronat lag von 1284 bis 1819 beim Domkapitel Havelberg, von 1819 bis 1945 beim Fiskus (Amt Havelberg). Im 19. Jahrhundert wurden Sophiendorf und Kümmernitz eingekircht.

Text: K.-E. Selke

Offene Kirche

Die Kirche in Breddin ist tagsüber von Ostern bis zum Reformationstag frei zugänglich.