Häufig gestellte Fragen

Konfirmation

Was bedeutet die Konfirmation?
Die Konfirmation ist in der Reformationszeit entstanden. Dieser Herkunft verdankt sich auch ihre Bedeutung.
Einerseits ist der Konfirmandenunterricht und die Konfirmation die evangelische Begleitung des Heranwachsenden, für den sich seine Rolle in Familie und Gesellschaft wandelt und somit eine Zeit mit vielen Fragen und so manchem Problem.
Zum anderen soll die Konfirmation das Ja zur eigenen Taufe, zum christlichen Glauben in evangelischer Gestalt, sein.
Welche Rechte erhalte ich durch die Konfirmation?
Durch die Konfirmation sind Sie berechtigt am Abendmahl teilzunehmen.
Außerdem dürfen Sie das Patenamt übernehmen.
Schließlich erlangen Sie das Recht, an den Gemeindekirchenratswahlen teilzunehmen (ab 14. dem Lebensjahr dürfen Sie wählen und ab dem 16. gewählt werden).
Ich wurde getauft, bin erwachsen, wurde aber nie konfirmiert. Kann ich das nachholen?
Ja. Bitte nehmen Sie zu ihrem zuständigen Pfarramt (in der Regel das des Wohnsitzes) Kontakt auf. Sie belegen einige Stunden Konfirmationsunterricht. Nach Beschluss des Gemeindekirchenrates werden Sie dann im Gottesdienst konfirmiert.
Wir möchten unser Kind zum Konfirmandenunterricht anmelden. Welche Unterlagen sind erforderlich?
Zur Anmeldung bringen Sie bitte den Taufschein Ihres Kindes mit (sollte Ihr Kind nicht getauft sein, vergleichen Sie bitte Unser Kind ist nicht getauft. Kann es konfirmiert werden?).
Um am Konfirmandenunterricht teilnehmen zu können, ist es in der Regel nötig, dass Ihr Kind zuvor die Christenlehre oder/und den Religionsunterricht besucht hat.
Bitte vergleichen Sie auch Muss unser Kind während der Konfirmandenzeit den Gottesdienst besuchen?.
Wir sind nicht Mitglied der evangelischen Kirche. Kann unser Kind konfirmiert werden?
Ja, das ist möglich.
Unser Kind ist nicht getauft. Kann es konfirmiert werden?
Ihr Kind kann am Konfirmandenunterricht teilnehmen. In einem Gottesdienst am Ende der Konfirmandenzeit (oder im Konfirmationsgottesdienst selbst) kann es dann getauft werden. Wäre Ihr Kind bei der Taufe 14 Jahre oder älter, ist es religionsmündig Einer Konfirmation bedürfte es dann nicht mehr. Einzelheiten sprechen Sie bitte mit ihrem zuständigen Pfarramt ab.
Unser Kind soll bei einem/r Pastor/in konfirmiert werden, der/die nicht hier zuständig ist. Ist das möglich?
Bitte bedenken Sie, dass die anderen Jugendlichen, mit denen ihr Kind zusammen ist, ihm dann in der Konfirmandenzeit fehlen könnten.
Auch begegnen Sie ihrer/m zuständigen  Pfarrerin bzw. Pfarrer in anderen Zusammenhängen, zum Beispiel bei einer Beerdigung. Da ist es sicher gut, sich schon kennen gelernt zu haben.
Aber im Prinzip kann ihrem Wunsch entsprochen werden.
Sie benötigen dazu einen Abmeldeschein (Dimissoriale) von ihrer/m zuständigen Pfarrerin bzw. Pfarrer.
Muss unser Kind während der Konfirmandenzeit den Gottesdienst besuchen?
Durch den Konfirmandenunterricht soll das kirchliche Leben kennen gelernt werden. Im Zentrum dessen steht der Gottesdienst. Eine regelmäßige Teilnahme ist daher notwendig. Freilich hätten Sie es falsch verstanden, wenn nur ihr Kind kommt; eingeladen sind auch Sie.
Muss unser Kind während der Konfirmandenzeit etwas lernen?
Die Konfirmation möchte die Konfirmanden dazu befähigen, ihren christlichen Glauben in evangelischer Gestalt in Worte fassen zu können und insofern zu einem selbständigen Glauben verhelfen. Um dieses Ziel zu erreichen und ein Fundament der Orientierung und des Trostes in das Leben mitzunehmen, ist es auch notwendig, etwas zu lernen.
Was im Einzelnen bei ihnen vor Ort im Unterricht erwartet wird, legt die zuständige Pfarrerin bzw. der zuständige Pfarrer gemeinsam mit dem Gemeindekirchenrat im Rahmen der geltenden Bestimmungen unserer Landeskirche fest. Bitte suchen Sie daher das Gespräch mit den Zuständigen.
Unser Kind soll die Jugendweihe erhalten. Kann es trotzdem konfirmiert werden?
Die persönliche Annahme der Taufe in der Konfirmation, die Aneignung eines Fundamentes der Orientierung und des Trostes für das Leben und der Zuspruch von Gottes Segen für die neue Lebensphase unterscheiden sich von jeder anderen Jugendfeier bzw. von der Jugendweihe.
Eine gleichzeitige Teilnahme an beiden Feiern stellt die Ernsthaftigkeit, sich konfirmieren zu lassen, in Frage.
Bitte sprechen Sie über Ihre Vorstellungen schon mit dem/r Pastor/in, wenn Sie Ihr Kind zum Konfirmandenunterricht anmelden.
Was soll unser Kind zur Konfirmation anziehen?
Sprechen Sie das doch auf einem Elternabend zusammen mit dem/r Pfarrer/in an.
Die Kleidung sollte dem festlichen Anlass angemessen sein.
Ich möchte während des Gottesdienstes, in dem unser Kind konfirmiert wird, fotografieren bzw. filmen. Ist das möglich?
Im Prinzip ist es möglich. Im Blick auf die örtlichen Gepflogenheiten sprechen Sie bitte vorher mit den Beteiligten.
Was sollte man zur Konfirmation schenken?
Insgesamt sollten die Geschenke nicht den Eindruck erwecken, als wären sie der Grund für die Konfirmation; also halten Sie Maß.
Gute Tradition ist es, ein Gesangbuch oder eine Bibel zu schenken. Hier erkundigen Sie sich bitte, ob nicht die Kirchengemeinde oder andere derartige Geschenke planen.
Endet mit der Konfirmation mein Amt als Pate/in?
Ja, das Patenamt endet mit der Konfirmation. Die Beziehung zum Patenkind soll damit natürlich nicht beendet sein. Auch nach der Konfirmation gibt es ja Lebensfragen, die mit Antworten des Glaubens verbunden werden wollen; das ist auch Ihre Aufgabe als Pate bzw. Patin.
Weitere Hilfe?

Nicht jede Frage konnten wir beantworten.
Bitte wenden Sie sich entweder an ihr zuständiges Pfarramt oder sehen Sie den entsprechenden Rechtstext unserer Landeskirche ein, die ‚Lebensordnung‘.
In der ‚Lebensordnung‘ wird das Thema ‚Konfirmation‘ von Seite 41 bis 49 besprochen.