Wort zur Woche

von Pfarrer Christian Gogoll

Kleine Hebel, große Hebel

Neben den vielen schlechten Nachrichten der vergangenen Wochen und Monate sehe und höre ich die Bilder der Überschwemmungen in Pakistan. Dort fielen die stärksten Regenfälle des Monsun seit über 30 Jahren. Ein Drittel des Landes ist überschwemmt und es gibt über 1300 Todesopfer zu beklagen.

Ich kann mir das Ausmaß nicht vorstellen und bin fassungslos. Obwohl Pakistan für mich gefühlt weit weg ist, macht es mich betroffen.

Wie für viele andere Ereignisse der Vergangenheit auch, wird die menschengemachte Klimaerwärmung für diese Katastrophe mitverantwortlich gemacht. Die Rufe nach sofortigem Umdenken und dem Ausstieg aus der Energiegewinnung aus fossilen Energieträgern werden immer lauter. Nur so lässt sich die immer weitere Erwärmung der Atmosphäre eindämmen.

Ich finde das richtig und kann den Argumentationen folgen. Aber ich frage mich auch, was kann ich tun? Angesichts der Fülle der schlechten Nachrichten und der Größe der Herausforderungen muss ich aufpassen, dass ich meinen Optimismus nicht verliere. Ich weiß, dass auch ich ein Teil des Problems bin. Ich lebe in einer gesellschaftlichen Struktur, aus der ich nicht so einfach aussteigen kann. Was also ist zu tun?

Ich bitte Gott, mir den Optimismus und die Kreativität zu geben, dass ich die Dinge tue, die in meiner Macht liegen. Den betroffenen Menschen zu helfen und meinen Teil zur Vermeidung der weiteren Klimaerwärmung beizutragen.

Und ich bitte Gott, dass er die großen Hebel in Bewegung setzt, dass sich die Einsicht der Verantwortungsträger in Politik, Wirtschaft und den großen Institutionen immer stärker auf das globale Interesse der Weltgemeinschaft einstellt.

Unsere Erde soll ein bewohnbarer Ort für alle Menschen auf der Erde bleiben. Wir haben nur diese eine!

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