Wort zur Woche

von Pfarrer Daniel Feldmann

Gemeinschaft erleben

Am vergangenen Wochenende fand unsere alljährliche Familienfreizeit statt. Doch eigentlich ist es nicht ganz richtig, von alljährlich zu sprechen. Schließlich war es uns aufgrund der Pandemielage nicht möglich, im vergangenen Jahr zu unserer Freizeit aufzubrechen. Nach einem Jahr Pause ging es nun zum Glück los.

Aufgrund unseres Themas „Bewahrung der Schöpfung“ hatten wir uns den Ort Lenzen ausgesucht. Im Rahmen der Ausstellungen, die in und um die Burg Lenzen herum besichtigt werden können, hatten wir die Möglichkeit, unser Thema gegenständlich werden zu lassen. Gemeinsam unterwegs zu sein, sich gegenseitig mit Ideen zu bereichern, das ist keinesfalls selbstverständlich und ein wirkliches Geschenk.

Im Rahmen unserer Freizeit haben wir miteinander gebetet, gesungen, gespielt, gesprochen und manchmal auch kontrovers diskutiert. Das kann manchmal auch etwas anstrengend sein, es ist aber in nahezu jedem Fall gut und schön, sich miteinander auszutauschen. Jesus hat das genauso gesehen und seine Gedanken in die folgenden charismatischen Worte gelegt:

Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen. Mt 18,20

Jesu war der Meinung, dass Worte oder Gedanken, die von verschiedenen Menschen gleichermaßen ausgesprochen werden, eine andere Kraft haben. Das gilt für das gemeinsame Gebet zu Gott und natürlich auch für Aktivitäten. Es gibt wohl kein Thema, das im Moment mehr Gemeinschaft nötig hat, als der Kampf gegen die Folgen des Klimawandels. Dabei kommt es nicht mehr auf einzelne Gruppen, sondern auf die Weltgemeinschaft an.

Es ist eine gemeinsame und generationsübergreifende Aufgabe, diese wunderbare Schöpfung Gottes zu bewahren. Auf unserer Freizeit ging es deshalb auch um ganz praktische Übungen. So haben wir beispielsweise eine Vogeltränke aus Ton hergestellt und gemeinsam kleine Teile des Waldes von Müll befreit. Im Kleinen wie im Großen müssen wir anfangen, uns umzustellen. Das ist kein ganz leichter Prozess und dennoch notwendig. Hier sind wir alle aufgerufen, Verantwortung zu übernehmen.

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