Moment Mal

von Pfarrer Olaf Glomke

Mache dich auf

Wie gut ein Kerzenlicht tut. Das spüre ich gerade in diesen Tagen. Die Tage sind kurz. Die Temperaturen noch gerade so über Null. Wenn eine dichte Wolkendecke es kaum hell werden lässt, und es dann auch noch regnet, ja dann ist nicht nur das Wetter trüb, sondern oft auch die Stimmung.

Da passt es gerade gut, dass ich an jedem Sonntag im Advent, eine Kerze mehr anzünden kann. Mit jedem Mal wird es ein wenig heller. Auch draußen. Wenn die Dunkelheit kommt, dann leuchten Sterne, Lichterketten und Schwibbögen auf Straßen, Plätzen und in den Fenstern der Häuser. Das sieht nicht nur gut aus, es tut auch gut! Da wird mir immer schon festlich zu mute.

Licht. Geborgenheit und Wärme. Das Licht einer Kerze ist besonders. Mit jedem Adventssonntag kommt mehr Licht zu uns. Mitten im Advent, am 13. Dezember, wird der heiligen Lucia gedacht. Der Überlieferung nach ist Lucia als Kinder einer wohlhabenden römischen Familie in Syrakus geboren. Sie bekannte sich heimlich zum Christentum. Im dritten Jahrhundert eine lebensgefährliche Entscheidung. Aus diesem Grund versteckten sich Christen und Christinnen in den Katakomben unter der Stadt. Lucia brachte ihnen Lebensmittel. Um die Hände frei zu haben, setzte sie sich einen Kerzenkranz auf den Kopf.

Lucia brachte den Menschen in den Katakomben Licht und Hoffnung. Die Erinnerung an die heilige Lucia ist bis heute lebendig. In Schweden als „Luzienbraut“ in diesen Tagen und in Italien finden ihr zu Ehren Lichterumzüge statt. Sie symbolisieren das Ende der dunklen Tage und kündigen das Licht an, das an Weihnachten in die Welt kommt.

Wie gut, Lucia und ihren Lichterkranz zu haben - besonders in diesen Tagen.

Und ich denke an einen Adventskanon, der mich anspricht: „Mache dich auf und werde licht; denn dein Licht kommt.“

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