Moment Mal

von Pfarrer Gérôme Kostropetsch

Vieler Orts waren sie wieder zu sehen. Einen Stern vor sich hertragend, verkleidet als Könige, konnte man sie spätestens an dem erkennen, was sie mitbrachten: Gold, Weihrauch und Myrrhe. Kostbare Geschenke für den neugeborenen König.
Die Rede ist natürlich von den Weisen aus dem Morgenland. Der einen oder der anderen vielleicht besser bekannt als die Heiligen Drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar.

Die Kinder, die sich als diese Drei Heiligen Könige verkleiden, sind bekannt als Sternsinger. Jedes Jahr am 6. Januar ziehen sie durch die Straßen, klopfen an die Türen und bitten um eine Spende. Dabei haben auch sie etwas zu geben. Sternsinger wären keine Sternsinger, wenn sie nicht das ein oder andere Liedchen auf den Lippen hätten.

Die Spenden, die sie bei ihren besuchen erhalten, gehen an wohltätige Zwecke. Sternsinger setzen sich für arme und bedürftige Kinder ein, genauso wie für mehr Frieden in der Welt. So lautet das Motto für das Jahr 2020: „Frieden! Im Libanon und Weltweit“

Orientiert am Vorbild der Heiligen Drei Könige, die dem Jesuskind Geschenke mitbrachten, beschenken auch die Sternsinger durch ihre Aktion viele Menschen. Ihre Geschenke sind zwar nicht mehr Gold, Weihrauch und Myrrhe, aber neben den Geldspenden sind ihre weiteren Geschenke ebenfalls Kostbarkeiten: Trost, Hoffnung und Liebe.

Die Aktion der Sternsinger ist ein guter Auftakt für das Jahr 2020. Hoffnungsvoll nach vorne schauen, unseren Mitmenschen mit Liebe begegnen und anderen tröstend zur Seite stehen.

Nehmen wir uns ein Beispiel an den singenden Hoffnungsboten. Gehen wir mit offenem Blick durchs Leben und sind achtsam unseren Mitmenschen gegenüber. Lassen Sie uns miteinander die schönen Geschenke Verständnis, Toleranz und Gerechtigkeit teilen und Freude verbreiten.

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