Netzow ist "Kirche des Monats November 2021“

von Ev. Kirchenkreis Prignitz

Millionen Menschen haben die Dorfkirche im brandenburgischen Dorf Netzow schon gesehen: Sie war zentraler Schauplatz des vielfach prämierten Kinofilms „Das weiße Band“. Die von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gegründete Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland (Stiftung KiBa) würdigt den Feldsteinbau als „Kirche des Monats November 2021“ und fördert seine Sanierung mit 15.000 Euro.

Das beklemmende Drama von Regisseur Michael Haneke spielt kurz vor Beginn des Ersten Weltkrieges; wesentliche Teile wurden in Netzow produziert. Das Dorf in der Prignitz soll aus rund 400 möglichen Drehorten ausgewählt worden sein. Für die Dreharbeiten, heißt es, sei sogar die geplante Asphaltierung der Straße verschoben worden.

Netzow liegt am östlichen Rand des UNESCO-Biosphärenreservates Flusslandschaft Elbe in Brandenburg. Die Feldsteinkirche in der Mitte des Ortes stammt aus dem 15. Jahrhundert, das Domkapitel Havelberg, zu dem Netzow von 1344 an gehörte, hatte den Bau veranlasst. 1884 wurde das Gotteshaus nach Osten um einen rechteckigen Chorraum erweitert. Netzow liegt im Pfarrsprengel Glöwen-Schönhagen des Kirchenkreises Prignitz.

Die Dorfkirche ist für die Gemeindemitglieder weit mehr als eine Kulisse: Für die Sicherung und Sanierung des Westturms haben sie seit vielen Jahren Geld gesammelt. Das Mauerwerk des Turms muss verankert werden, Ausbeulungen sind zu beseitigen und der Dachstuhl zu sichern. Knapp 300.000 Euro wird die Restaurierung kosten. Wenn die Arbeiten beendet sind, soll die Dorfkirche so oft wie möglich für Besucherinnen und Besucher geöffnet werden. Auch Konzerte und Lesungen sind geplant - und eine Ausstellung zu den Dreharbeiten für „Das weiße Band“.

 

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