Wort zur Woche

09.03.2019 08:00 von Pfarrer Daniel Feldmann

7 Wochen Ohne

Liebe Leserinnen und Leser,

die Passionszeit steht unmittelbar vor der Tür. 40 Tage vor Ostern bereiten wir uns vor. Dabei steht das Leiden Jesu im Vordergrund. Davon erzählen die Texte und Lieder der Passionssonntage.

Wie bereite ich mich auf das Osterfest vor? Diese Frage stellen viele Christinnen und Christen in diesen Tagen und Wochen. Dabei spielt das Fasten seit einigen Jahre eine große Rolle. Zahlreiche Initiativen gibt es inzwischen, die zum bewussten Verzicht anregen wollen.

Die Initiative 7 Wochen Ohne ist eine Fastenaktion der Evangelischen Kirche in Deutschland, die es schon seit 1983 gibt. Mit über 2 Millionen Teilnehmerinnen und Teilnehmern ist sie eine der größten kirchlichen Aktionen in Deutschland. Es geht um eine bewusste Gestaltung der Passionszeit. Gerade der Verzicht ermöglicht einen reflektierten Blick auf den Alltag. Vieles schleift sich einfach ein. Brauche ich das alles? Kann ich vielleicht auch dauerhaft auf Dinge verzichten, die mir eigentlich nicht guttun?

Der Verzicht bedeutet ja am Ende nicht, dass eine Leere entsteht. Vielmehr wird auch Platz geschaffen für etwas Neues. In diesem Jahr wirbt die Initiative 7 Wochen ohne für einen besonderen Verzicht. Davon erzählt das folgende Motto: „Mal ehrlich! Sieben Wochen ohne Lügen“. Das klingt erst einmal einfach. Doch eigentlich ist das ziemlich schwer. Denn jeder Mensch lügt jeden Tag viele Male. Im Internet kursieren Statistiken, die behaupten, dass jeder Mensch ca. 200-mal pro Tag Lügen würde. Oft sind das eher kleine Lügen, die Stress vermeiden sollen. So zum Beispiel, wenn der Kellner nach dem Essen fragt, ob es denn geschmeckt hat.

Oft ist es einfacher zu Lügen als die Wahrheit zu sagen. Das betrifft auch das eigene ich, wenn wir uns möglicherweise selbst belügen. Die Suche nach Wahrhaftigkeit ist lohnende und wichtige Aufgabe. Sie bringt uns Gott näher, der uns seine Wahrheit ganz unverstellt nahebringen will. Die Suche nach Wahrheit ist also immer auch mit der Suche nach Gott verbunden.

Das lässt ganz wunderbar mit dem Monatsspruch für den Monat März verbinden: Wendet euer Herz wieder dem Herrn zu, und dient ihm allein 1. Samuel 7,3. Der alttestamentliche Richter Samuel bittet das Volk Israel von fremden Gottheiten abzulassen und allein dem Herrn zu dienen. So wie das Volk Israel in alter Zeit, werden auch wir immer wieder dazu aufgerufen unser Leben zu überprüfen und nach Wahrhaftigkeit zu suchen. Dazu bietet in diesem Jahr die Fastenzeit eine gute Gelegenheit.

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