Wort zur Woche

17.11.2018 08:00 von Pfr. Holger Frehoff

Ökumenische FriedensDekade 2018

„Krieg 3.0“ Unter diesem Thema steht die diesjährige ökumenische FriedensDekade vom 11. bis 21. November 2018, an der sich die Kirchengemeinde Pritzwalk wieder beteiligt.

Die FriedensDekade wird seit den 1980er Jahren durchgeführt. Viele Kirchengemeinden nutzen sie, um in den zehn Tage vor Buß- und Bettag über den Frieden nachzudenken, miteinander zu reden und zu beten.

Was ist mit dem Thema der diesjährigen FriedensDekade gemeint?

„Krieg 1.0“ bezeichnet die herkömmlichen, vormodernen Kriege. Mit „Krieg 2.0“ sind die heißen und kalten Kriege des 20. Jahrhunderts gemeint. „Krieg 3.0“ bezeichnet die Kriege der Zukunft, die mit neuen digitalen und autonomen Waffensystemen geführt werden.

Mit diesem Thema legt die FriedensDekade den Fokus auf die zunehmende Digitalisierung und Automatisierung von Waffen. Die Entwicklung unbemannter, eigenständig agierender Killermaschinen ist auf dem Vormarsch. Je digitalisierter die Kriegsführung wird, um so mehr sinkt die Hemmschwelle, Kriege zu führen. Die Gefahr eines 3. Weltkrieges nimmt zu.

Das Logo der diesjährigen FriedensDekade macht diese Bedrohung deutlich. Es zeigt die Erdkugel, die im unteren Teil zu zerfallen beginnt. Grobpixelige Würfel werden vom bedrohlichen Schwarz verschluckt. Einem Friedhof gleich bleiben Kreuze zurück. Das Motiv deutet die Zerstörung der Welt mit Blick auf die zunehmende Digitalisierung und Automatisierung zukünftiger Kriegführungen an.

Schon Jesus warnt: „Wer das Schwert nimmt, der wird durchs Schwert umkommen“ (Matthäus 26,52). Wer Waffen entwickelt, heißt das heute für mich, muss damit rechnen, dass sie nicht nur der Abschreckung dienen, sondern auch zur Vernichtung eingesetzt werden. Wer Waffen entwickelt, dient nicht der Friedenssicherung, sondern fördert den Krieg 3.0.

Mit einem Krieg 3.0 aber kommen wir dem Frieden nicht näher. Wer sich Frieden wünscht, muss sich für Frieden einsetzten, muss mit friedlichen Mitteln um Frieden ringen in der kleinen Welt, in der er lebt, und um Frieden beten in der ganzen Welt.

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